Mendener Unternehmen senkt Energiekosten um 80 %

Mit 2.000 Solarmodulen erzeugt Broki Metallwaren GmbH & Co. KG ihren eigenen Strom

Ständig steigende Strompreise trieben Guido Bronold, Mitglied der Geschäftsführung der Firma Broki Metallwaren, regelmäßig Sorgenfalten auf die Stirn. Lagen die Energiekosten des Mendener Unternehmens jährlich im sechsstelligen Bereich, blickten Sie kommenden Stromrechnungen mit Gelassenheit entgegen. Grund dafür sind rund 2 000 Solarmodule, die seit August 2013 fast die gesamte Dachfläche am Produktionsstandort bedecken. Zusammen mit einem Blockheizkraftwerk, das im Herbst 2013 angeschafft wurde, soll mit der Photovoltaik Anlage erreicht werden, rund 80 Prozent der benötigten Energie selbst zu produzieren. „Bei einem Jahresverbrauch von 1,5 Millionen Kilowatt ist das schon eine Hausnummer“, so der Geschäftsführer.

Anlagenplanung mit belastbaren Zahlen

Erste Leistungsauswertungen bestätigen die Berechnungen des auf Photovoltaik-Systeme spezialisierten Unternehmens ENTEGRO aus Fröndenberg, das die Anlage geplant und installiert hat. „Bei der Planung war uns wichtig, mit wirklich belastbaren Zahlen zu rechnen und nicht von Standardwerten auszugehen“, sagt Geschäftsführer Dieter Röttger. Dazu wurde Brokis tatsächliches Stromlastprofil sowie die echten Zahlenwerte einer vergleichbaren Anlage herangezogen.
Auch mit der zusätzlichen Stromerzeugung durch das Blockheizkraftwerk geht Röttger davon aus, dass die von der Photovoltaik Anlage produzierte Energie zum größten Teil im Unternehmen bleibt. „Der Rest kann zu akzeptablen Preisen ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden“, so der ENTEGRO Solar-Experte.

Informationen zur Photovoltaik Anlage

•    Anlagengröße: 408 kWp
•    Inbetriebnahme: August 2013
•    Jahresstromproduktion: ca.360.000kWh
•    Eigenproduktionsquote: ca. 80%
Unternehmen setzt langfristig auf klaren Wettbewerbsvorteil

Die Abschreibung der Photovoltaik Anlage ist auf zehn Jahre angelegt. „Dass wir eine weitgehende Unabhängigkeit von den Strompreisen nicht zum Nulltarif bekommen, war uns klar“, erklärt Guido Bronold.
„Dafür haben wir in den ersten zehn Jahren eine festen Kalkulationsgröße für einen Großteil unseres Energiebedarfs.“ Ist die Anlage schließlich abbezahlt, rechnet sich die Broki Geschäftsführung mit ihrer eigenen Stromerzeugung langfristig und nachhaltig einen klaren Wettbewerbsvorteil für ihr Unternehmen aus.

Investition in die Stromproduktion zahlt sich aus

Der mittelständische Industriebetrieb mit eigener Energieversorgung hat trotz steigender Strompreise derzeit eher Seltenheitswert. „Unternehmen sind überwiegend noch vorsichtig“, sagt Dieter Röttger. Investiert werde oftmals lieber in Technik, die für die Produktion benötigt wird. So war es lange Zeit auch bei Broki. „Beschäftigt haben wir uns mit dem Thema Eigenverbrauch schon seit einigen Jahren“, erklärt der Geschäftsführer. Um wirtschaftlicher zu arbeiten, setzten wir zunächst ausschließlich auf die Anschaffung moderner Maschinen für die Metallverarbeitung, denn die Ausgaben für Energie blieben hoch. „Da haben wir uns entschieden, konkret etwas zu ändern und in die eigene Stromproduktion zu investieren“. Die Anschaffung einer Photovoltaik Anlage ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich der Energieverbrauch mit der eigenen Stromproduktion deckt, meint Dieter Röttger. Optimales Beispiel sei die Lebensmittelbranche: Wenn die Sonne scheint, muss mehr gekühlt werden.

Dass Energie in Zukunft immer teurer wird – darin sind sich Guido Bronold und Dieter Röttger einig. Dass deshalb auch andere Unternehmen Brokis Beispiel folgen werden, davon ist der ENTEGRO Solar-Experte überzeugt.